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Alpine Solaranlage unter Beschuss

In der Abstimmung über das Stromgesetz engagierten sich auch die Umwelt- und Landschaftsverbände stark für ein Ja. Das hält sie jetzt allerdings nicht davon ab, die alpine Solaranlage in Grengiols unter Beschuss zu nehmen.

Pro Natura hatte die Ja-Parole für das Stromgesetz beschlossen. «Ausschlaggebend waren insbesondere die bedeutenden und dringend nötigen Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien, welche mit dem Gesetz möglich werden», liess sich Pro Natura verlauten. Beim WWF hiess es: «Ein Ja am 9. Juni bringt die Energiewende voran und gewährleistet der Schweiz eine sichere und umweltfreundliche Versorgung mit heimischer Energie». Und auch die Stiftung Landschaftsschutz gehörte zum Ja-Lager.

Nicht einmal einen Monat nach der Abstimmung nehmen die drei Organisationen gemeinsam mit Mountain Wilderness die alpine Solaranlage Grengiols unter Beschuss. Der Blick berichtet: «Pro Natura, Mountain Wilderness, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SLS) und der WWF kündigten am Donnerstag an, Einsprache gegen die alpine Solaranlage zu erheben. Der WWF habe bei Grengiols-Solar gravierende Mängel bezüglich der Standortabklärung festgestellt, schreibt die Organisation in einer Medienmitteilung». Im Kanton Wallis, so die Umweltorganisationen, fehle eine übergeordnete Planung. Alternativstandorte würden nicht geprüft.

Für den gross angekündigten Solarexpress ist die Einsprache ein herber Rückschlag. «Mit ihrer Einsprache gegen Grengiols Solar verzögern die Umweltverbände Pro Natura, die Stiftung Landschaftsschutz und Mountain Wilderness das wichtigste Projekt zum Ausbau alpiner Solaranlagen», schreibt der Tagesanzeiger. Es ist damit zu rechnen, dass die Einsprache von den Umwelt- und Landschaftsschutzverbänden bis vor das Bundesgericht weitergezogen wird.

Für den Energie Club Schweiz ist klar: Die Umwelt- und Landschaftsverbände müssen sich endlich mit den neuen Entwicklungen der Atomkraft befassen. Damit kann mit Abstand am meisten klimaneutraler Strom erzeugt werden. Fossile Reservekraftwerke braucht es nicht. Das schützt das Klima. Der Flächenbedarf der Atomkraft ist äusserst gering, die Sicherheit ist gewährleistet und die Kosten geringer als für Sonne- oder Windkraftanlagen, bei welchen teure Netzausbauten nötig sind. Das schont die einmalige Schweizer Natur und Landschaft. Es wird Zeit für einen Richtungswechsel.

Die Umwelt- und Landschaftsschutz-Verbände torpedieren den Solarexpress.