Beznau gedrosselt und abgeschaltet – was lehrt uns das?

Es ist heiss in Europa, auch in der Schweiz. Dass die Aare im Berner Marzilibad so warm ist wie noch nie, freut die Wasserratten. Aber die Aare muss auch das KKW Beznau kühlen – zwei Reaktoren! Das schätzen weder die Fische noch andere Flussbewohner. Deshalb muss das AKW den Wärmeeintrag in die Aare zurückfahren, das heisst, die Leistung drosseln und weniger Strom produzieren.

Es war interessant zu lesen, wie die grünen Medien die Axpo mit Häme überschütteten. «Da sieht man, wie zuverlässig AKWs sind: Wird es ein bisschen warm, muss man sie herunterfahren und schliesslich ganzausschalten.» Das stimmt bei Beznau, das Flusswasser zur Kühlung braucht, nicht jedoch für Gösgen und Leibstadt, die Kühltürme haben und die Flüsse nicht für die Kühlung brauchen. Dies zeigt, dass die Technik Fortschritte macht.

Das Ereignis widerlegt auch weitere Argumente, die immer wieder gegen Kernkraftwerke vorgebracht werden:

Erstens: Kernkraftwerke könnten der Last nicht folgen und könnten nur mit voller Leistung betrieben werden. Jetzt mussten sie die Leistung drosseln. Das heisst, sie können durchaus anders als mit voller Leistung betrieben werden. Ja, für einen vollständigen Lastfolgebetrieb eignen sie sich schlecht. Das können Speicher-Wasserkraftwerke besser und schneller. Aber sie sind durchaus in der Lage, die Produktion der Nachfrage anzupassen.

Zweitens: Das Problem des Sommerstromüberflusses an sonnigen Tagen. Den Solarstrom muss man entweder in Batterien speichern oder mit Klimaanlagen nutzen. Jede Dachsolaranlage braucht eine Batterie, um nach Sonnenuntergang weiter Strom zu haben und Häuser und Wohnungen zu kühlen. Den Solarstrom soll man auch in Klimaanlagen nutzen dürfen. Das ist ökologisch sinnvoll.

Zudem zeigt das Beispiel Finnlands, dass Kernkraftwerke konkurrenzfähig sind. Das Land hat 5 KKW an 2 Standorten. Seit Olkiluoto 3 mit 1600 MW ein neues – angeblich viel zu teures – Kernkraftwerk in Betrieb genommen wurde, hat Finland die niedrigsten Strompreise Europas und die Grünen Finnlands befürworten neue Kernkraftwerke als Mittel gegen den Klimawandel.

In der Schweiz haben wir ein Stromloch im Winter, dafür braucht es Kernkraftwerke. Zuviel Solarstrom im Sommer kann aber sinnvoll genutzt werden, dafür braucht es Batterien für den Tag/Nachtausgleich. Saisonspeicher jedoch sind in weiter Ferne, es bräuchte 13 Speicherkraftwerke wie Grande Dixence, wo haben wir Platz?

jkljk

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