Das Projekt «Gornerli» wird teurer und kleiner

Wie die NZZ berichtet, wird das Wasserkraft-Projekt «Gornerli» bei Zermatt teurer und kleiner. Es stellt sich die Frage, ob mit dem «Stromgesetz» (Gesetz für eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien) tatsächlich die Stromversorgung gesichert werden kann. Es gibt berechtigte Zweifel.

Das «Gornerli» ist unter den 16 Projekten, welche das Schweizer Volk im Anhang zum Stromgesetz im Juni 2024 gutgeheissen hat, weitaus das grösste. Es sollte rund einen Drittel des vorgesehenen Ausbaus der Wasserkraft um total zwei Terawattstunden Speicherkapazität beitragen.

Nun soll der Bau der Staumauer aus geologischen Gründen viel teurer: Statt 300 Mio. Franken soll der Bau 510 Mio. Franken kosten.

Nicht nur teurer, sondern auch kleiner wird der Stausee. Er wird einen Fünftel weniger Wasser fassen und das ganze Volumen wird erst 2060 erreicht, wenn der vom Projekt betroffene Gorner-Gletscher ganz geschmolzen ist. Das bedeutet, dass auch die Stromproduktion im Winter um 20% sinkt und die Kilowattstunde somit mehr als doppelt so viel kosten wird, wie angenommen. Das ist ein empfindlicher Rückschlag für den Ausbau der Wasserkraft im Rahmen der Energiewende.

Umso dringender wird der Ausbau von anderen zuverlässigen Stromproduktionsquellen wie der Kernenergie.

jkljk

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