Schweizer Nuclear Summit vom 14. September 2026

Am Montag, den 14. September wimmelte es im Zürcher Hotel Dolder Grand von «AKW-Lobbyisten». Die Investment Agentur «Arnova Capital» hatte zusammen mit der «Weltwoche» zum «Nuclear Summit» geladen. Nuklearingenieure, Reaktoren-Bauer, Entwickler, Investoren und Politiker konnten sich einen Tag lang austauschen.

Was gibt es Neues auf dem Markt für Kernkraftwerke? Wie weit sind die Neuentwicklungen? Wie ist das politische Umfeld?  Wie Pendo Lövgren, der Chef von Arnova Capital sagte: «Wie wir von den amerikanischen Referenten gehört haben, hat sich die Entwicklung seit dem letzten Jahr weiter beschleunigt. Aber auch in Europa sieht man ermutigende Signale: Schweden, Finnland, Polen, und viele Osteuropäische Länder gehen voran.»

In der Tat: Aus Polen und Schweden waren Vertreter sowohl aus der Politik und der Industrie angereist. Auch Estland, das eine Reihe von SRM bauen will, war vertreten. Von der Vertreterin der englischen Regierung konnte man vernehmen, dass die Nuklearaufsicht beim Projekt «Hinkley Point C» nach Baubeginn über 5’000 Plan-Änderungen verlangt habe. Kein Wunder, schossen die Kosten in die Höhe.

Nebenbei bemerkt: Die 43 Milliarden Franken, welche die Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften als obere Grenze für die Kosten eines Kernkraftwerks genannt hat, stammen aus diesem Projekt. Allerdings werden dort zwei Reaktoren gebaut. Soviel zur Qualität dieser einseitigen Studie !

Ein interessantes Thema war die «Lieferkette für den Kernbrennstoff». Sie durchläuft erstaunlich viele Etappen: Zuerst muss man das Uran aus dem Erz herauslösen. Dann liegt es als Triuranoctoxid (U3O8) vor. In dieser Form kann man es nicht anreichern. Deshalb wandelt man es in Uranhexafluorid (UF6) um. Nach der Anreicherung wird es als Urantrioxid zu Pellets gesintert und in Zirkonröhrchen gefüllt. Für jeden dieser Schritte braucht es spezialisierte Anlagen und Personal.

Solche Spezialisten diskutierten eine Stunde lang in einem der Panels am Zürcherischen Summit. Bis 2022 hat man die Anreicherung weitgehend an Russland ausgelagert, weil es dort billiger war. Seither wird die Anreicherungskapazität in Europa und USA fieberhaft hochgefahren. Wie man vernehmen konnte, sind wir in Westeuropa nicht mehr von Russland abhängig.

Der ECS war mit seinem Mitglied des Initiativkomitees Daniel Aegerter prominent vertreten. Er konnte an zwei Panels teilnehmen. In seinem Eintretens-Referat zur Situation in der Schweiz lobte Nebelspalter-Vize Dominik Feusi den ECS ausdrücklich für sein Engagement und das Zustandekommen der «Blackout-stoppen-Initiative».

Es war ein lehrreicher Tag.

jkljk

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