Neues Buch von Martin Schlumpf: «Stromloch im Winter»

Die Sicherstellung der Stromversorgung im Winter gehört derzeit zu den zentralen energiepolitischen Herausforderungen der Schweiz. Vor diesem Hintergrund möchten wir unsere Mitglieder auf das zweite Buch von Martin Schlumpf bei Edition Königstuhl aufmerksam machen.

„Stromloch im Winter – Scheitert unsere Energiewende?“

Das Buch analysiert die zukünftige Stromversorgung der Schweiz aus einer physikalisch-technischen Perspektive. Die zentrale These: Bei fortschreitender Elektrifizierung und gleichzeitigem Ausstieg aus der Kernenergie entsteht im Winter bis 2050 ein Stromloch von rund der Hälfte des Bedarfs – und dies trotz dem geplanten starken Ausbau der erneuerbaren Energien.

Er untersuchte systematisch inwieweit verschiedene Optionen – darunter Wasserkraft, Photovoltaik, Windenergie, Batterien, Wasserstoff, Biokraftstoffe und Kernenergie – dieses Loch stopfen können. Die Analyse basiert auf quantitativen Abschätzungen und legt die jeweiligen technischen und systemischen Grenzen offen. Das Fazit ist einfach: Nur mit Kernenergie – im Verbund mit der Wasserkraft – lässt sich bis 2050 eine sichere Stromversorgung im Winter aufrechterhalten.

Im Hinblick auf die kommende Winterversorgung und die laufende energiepolitische Diskussion ist das Buch ein wertvoller, sachlicher Diskussionsbeitrag von hoher Relevanz.

Zusammenfassung in fünf Kernsätzen:

1. Die Schweiz hat bereits heute ein strukturelles Winterproblem: Höherer Verbrauch trifft auf weniger Wasserkraft und extrem geringe PV-Produktion. Die Schweiz musste schon im Winter 2025/2026 mehr als 5 TWh importieren, was die im  Stromversorgungsgesetz gesetzte Limite übersteigt.

2. Die in der Schweiz heute noch laufenden 4 Kernkraftwerke an drei Standorten decken im Winter über 40% der Stromversorgung, da sie maximal verfügbar sind, während PV nur 8% der Jahresproduktion in den drei Wintermonaten produziert.

3. Bis 2050 steigt der Winterstromverbrauch stark an wegen der Dekarbonisierung (Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge), Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Trotz Ausbau der Erneuerbaren entsteht im Winterquartal ein Stromloch von rund 16–19 TWh (≈50 % des Bedarfs).

4. Die meisten Alternativen (Speicher, Wasserstoff, PV, Wind) sind in der nötigen Grössenordnung zu teuer, zu flächenintensiv oder technisch unzureichend.

5. Im direkten Vergleich ist die Kernenergie die mit Abstand effizienteste Lösung hinsichtlich Fläche, Kosten und Winterverfügbarkeit – während PV im Mittelland am schlechtesten abschneidet, was sich mit den Studien der axpo deckt.

jkljk

Artikel teilen

Kontaktformular

Füllen Sie nachfolgendes Formular aus und wir werden Ihre Fragen beantworten.