Medienmitteilung
Wollerau, 6. Oktober 2026
Das Referendum gegen die Änderung des Kernenergiegesetzes (KEG) ist ein Bumerang. 2032/33 gehen die beiden Kernkraftwerke Beznau 1 & 2 ausser Betrieb. Wo die fehlenden 6 TWh Strom herkommen, beantworten die Referendumsführer nicht. Vielmehr hängen sie an einer rückständigen und uneinsichtigen Politik fest. Wer für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Stromversorgung ist, setzt sich für die Aufhebung des Neubauverbots ein und hängt keinen Ideologien nach.
Die Streichung des Neubauverbots von KKWs im Kernenergiegesetz hebt ein Technologieverbot auf, das 2017 unter falschen Annahmen beschlossen wurde – die geopolitische Lage, die Energiepreise und der Strombedarf haben sich grundlegend verändert. Bundesrat und Parlament haben daraus die richtigen Schlüsse gezogen. SVP, FDP, EDU und die Mehrheit der Mitte setzen sich dafür ein, dass die Schweiz mit der Änderung des Kernenergiegesetzes eine zusätzliche Option erhält, um ihre Stromversorgung auch in Zukunft CO2-neutral zu sichern. «Die Aufhebung des Kernenergieverbots schadet den Erneuerbaren nicht, denn im Stromgesetz sind die Subventionen bis 2035 gesichert», sagt deshalb die Präsidentin des Energie Club Schweiz, Vanessa Gassler-Meury.
Verlässlicher und klimafreundlicher Strom auch im Winter
Die vier Schweizer Kernkraftwerke liefern über das Jahr 27 Prozent unseres Stroms, im Winter fast die Hälfte. Weil die Tage im Winter kürzer sind, produzieren Solaranlagen im Winter am wenigsten Strom – schneebedeckte Solarzellen sogar gar nicht. Doch genau im Winter ist der Stromverbrauch am höchsten. Leider lässt sich der Sommerstromüberschuss nicht für den Winter speichern.
JA zum KEG = weniger Stromimporte und weniger Gaskraftwerke
Wer neue Kernkraftwerke verbietet, setzt faktisch auf Stromimporte und Gaskraftwerke. Das läuft dem Klimaschutz zuwider. Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten muss sich die Schweiz so weit wie möglich selbst mit Strom versorgen können und darf sich nicht auf Importe verlassen. Deshalb braucht es die Aufhebung des Neubauverbotes von Kernkraftwerken. Kernenergie ist keine Konkurrenz zu erneuerbaren Energien wie Wasserkraft und Solarstrom. Vielmehr ist Kernenergie die ideale Basis der Stromversorgung, die gleichmässig und zuverlässig Strom produziert.
Die Argumente der Gegner halten nicht
SP, Grüne, GLP, WWF, Greenpeace und die Schweizerische Energie-Stiftung warnen vor hohen Kosten, langen Bauzeiten und ungelösten Abfallfragen. Dabei legt die Vorlage nicht fest, dass neue Kernkraftwerke mit Steuergeldern finanziert werden müssen. Wie ein allfälliger Neubau finanziert wird, entscheidet sich erst, wenn ein konkretes Projekt vorliegt.
Am 28. Februar 2027 entscheidet das Volk
Der Energie Club Schweiz hat mit der Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)» den Anstoss für die Aufhebung des Neubauverbots gegeben. Er wird sich im Abstimmungskampf mit voller Kraft und gemeinsam mit Partnern aus Politik und Wirtschaft für ein Ja zur Änderung des Kernenergiegesetzes einsetzen, sodass die Schweiz auch in Zukunft im Winter genügend Strom hat.
Kontakt:
Vanessa Gassler-Meury, Präsidentin Energie Club Schweiz
info@energieclub.ch