Eidgenössische Initiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)» ist bedingt zurückgezogen

Medienmitteilung

Wollerau (SZ), den 29. Juni 2026

Das Initiativkomitee der Blackout-stoppen-Initiative hat das Volksbegehren bedingt zurückgezogen. Somit kommt es voraussichtlich am 28. Februar 2027 zur Volksabstimmung über die einfache Gretchenfrage:
Sag, wie hast Du’s mit der Kernenergie?

Das Initiativkomitee ist zum Schluss gekommen, dass der indirekte Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament das Kernanliegen der eidgenössischen Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)» erfüllt. Mit dem Gegenvorschlag kann die Bevölkerung über die Streichung des Kernkraft-Verbots abstimmen.

Das bedeutet konkret die Streichung der zwei Artikel 12a und 106 Abs. 1bis im Kernenergiegesetz, sowie das Einfügen eines neuen Artikels, dass die Finanzierung neuer Kernkraftwerke im Voraus geregelt sein muss.

Die beiden weiteren Themen, welche die Initiative diskutieren wollte, fallen damit weg: Einerseits die einschränkenden Bestimmungen gegenüber der klimaschädlichen Gaskraft, andererseits die Festlegung der Verantwortung des Bundes für die sichere Stromversorgung der Schweiz. Diese beiden Themen hätten die Abstimmung überladen.

Dennoch spielen die beiden Anliegen in der Abstimmung eine wichtige Rolle, denn durch die klimaschonende Kernkraft kann auf schädliche Gaskraftwerke besser verzichtet werden; und durch die Planung neuer Kernkraftwerke übernimmt der Bund das Zepter für eine sichere Stromversorgung im Winter.

Das Initiativkomitee blickt zuversichtlich auf den Abstimmungskampf. Der Stromverbrauch steigt, insbesondere im Winter. Die Speicherung von Solarstrom aus dem Sommer in den Winter ist technisch nicht gelöst, und es zeichnet sich auch nicht ab, dass technisch effiziente und massentaugliche Saisonspeicherlösungen in den nächsten Jahren verfügbar sein werden.

Die Kernkraftwerke Beznau 1+2 werden 2032 und 2033 abgestellt. Sie und später die Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt müssen ersetzt werden. Mit einem JA am 28. Februar 2027 sagt das Schweizer Volk Ja zu einer langfristigen Zukunft mit einer sicheren, zuverlässigen, klimafreundlichen, einheimischen und kostengünstigen Stromversorgung.
Und das mit Kernenergie.

Kontakt:
Vanessa Gassler-Meury, Präsidentin des Energie Club Schweiz
Verantwortliche für das Initiativkomitee der Blackout-stoppen-Initiative
info@energieclub.ch

jkljk

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